Die Umweltverträglichkeit und Funktionalität von Lapitec®-Sintergestein für die Verkleidung des neuen Standorts von Eurovetro

Projekt: Niederlassung Eurovetro Recycling
Standort: Origgio (Italien)
Datum der Fertigstellung: Dezember 2017
Verwendetes Material: Anthrazit-schwarz Arena
Anwendung: Fassadenverkleidung, Bodenbelag
 
Eurovetro, ein führendes Unternehmen im Bereich Verwertung und Recycling von Glasabfällen, beabsichtigte anlässlich des Baus einer neuen hochmodernen technologischen Anlage in Italien und Europa seine Identität und sein Image stark zum Ausdruck zu bringen, indem es das Projekt und den Bau des neuen Hauptsitzes in Origgio (Varese) dem Architekten Francesco Renoldi anvertraute. Die Architektur des Gebäudes soll einen Prozess, eine Disziplin, eine Qualität der Handlungsweise offenbaren. Als Ergebnis ergibt sich eine gemeinschaftlich geteilte Idee eines sauberen, strengen und geregelten architektonischen Elements,  das gleichzeitig solide, aber transparent ist und eine kompositorische Berufung bewahren will, die an eine fast industrielle Montage erinnert, die mehr auf technische Details als auf Ästhetik achtet. Ökologische Nachhaltigkeit ist das Schlüsselelement des Designkriteriums: eine Hülle, drei Materialien. Für seine natürlichen Eigenschaften und das Potenzial der Architektursprache wählte der Designer Lapitec®, um den gesamten Sockel des Gebäudes abzudecken, während Glas und Aluminium, die eng mit dem Produktionsprozess von Eurovetro verbunden sind, das Erdgeschoss „leeren“ und die Außenfassaden gestalten sollten.
 

Sintergestein, Glas und Aluminium. Drei Materialien für eine strenge solide, aber transparente Architektur

 
Das Fundament aus einen Nero Antracite Lapitec® Sintergestein und einem Finish von Arena  erheben das Erdgeschoss, indem ihm Bedeutung beigemessen wird und machen es zum ununterbrochenen Verbindungselement zwischen den Höhenunterschieden der Eingänge, den Ausrichtungen und den volumetrischen Elementen des Gebäudes. Die Säule, die den Außenbereich des Haupteingangs neu gestaltet, ist eine Synthese aus Präsenz und Leichtigkeit: Sie ist das architektonische Berührungselement zwischen dem Aufstieg des Bodenbelags und der mikroperforierten Metallhaut. Um den monolithischen Charakter zu unterstreichen, wurden Platten in voller Höhe mit einer maximalen technischen und maßlichen Entwicklung von 3365 x 1500 mm eingebaut. Auf der Seite schafft die Reduzierung des Grundrisses eine scharfe Kante, welche die Strukturmasse entleert: Die scheinbare Abwesenheit von Tiefe über die gesamte Höhe hinweg verstärkt die nackte Platte, ein nur 12 mm dicke „Faden“, auf dem die gesamte Metallfassade zu ruhen scheint, wobei Lapitec® in seiner maximalen Dimension zum Ausdruck gebracht wird und fast abstrakt wirkt. Das Material verläuft entlang des Fundaments, bis es in ständiger Bewegung auf dem Boden zur Ruhe kommt, unterstrichen durch die zarte Kontinuität der Textur der Ton-in-Ton-Fugen, um einen Teppich in kontrastierenden Farben und Oberflächen im Inneren des Industriezementbodens zu gestalten und den gegenüberliegenden Mitarbeiterzugangsbereich mit einer Veränderung der Verlegetextur zu charakterisieren. Die Außenhaut des Gebäudes folgt einer heterogenen, aber disziplinierten vertikalen Struktur, bestehend aus modularen Paneelen unterschiedlicher Breite aus mikroperforiertem und thermolackiertem Aluminium in dunkel brünierter Farbe, durchsetzt mit fragmentierten Bewegungselementen. Alluminio und Lapitec® verleihen dem Glas durch Substraktion Energie, das sich als reines Element und frei von verstecken Strukturrahmen ausdrückt. Der Verlauf der großen feststehenden Glasfenster, die das Erdgeschoss und die großen Fenster umreißen und die durch die Verteilungsanforderungen der Büros und den Wunsch des Architekten, den Arbeitsräumen ein Maximum an natürlichem Licht zu geben, geschaffen wurden, schaffen eine kompositorische Dynamik zwischen vollen und leeren Räumen.
 

Die Technik und Ästhetik von Lapitec Sintergestein® für Außenverkleidungen

 
220 m2 Nero Antracite Lapitec® , Arena Finish, Dicke 12 mm decken alle vertikalen und horizontalen Außenflächen ab: Um das Potenzial des Materials optimal auszudrücken, wurden sie nach einem Projektlayout bearbeitet, das auf die maximale Dimensionsentwicklung der Platten abzielt und Schnitte und Fugen reduziert. Arena, das ein besonders strukturiertes und griffiges Finish ist, , wurde aus technischen und Sicherheitsgründen gewählt, weil es den für das Gehen notwendigen rutschfesten Halt garantiert. Das Anthrazit-Schwarze ist ein dunkler, aber nicht übertriebener Farbton mit einem Hauch von Blaugrau und ist auf elegante Weise „technisch“: Der Designer wollte den chromatischen Kontrast, den der Sockel und die Fassade aus brünierter Farbe mit dem gesamten Erdgeschoss erzeugen, vollständig „entleert“ und die Transparenz der großen Glaswände hervorheben. Das gewählte Sintergestein hebt durch seine definierte Farbe und seine raue, aber ausgesprochen homogene Oberfläche sehr ausgeprägte Kontraste in den Volumina des Baukörpers hervor und wird im Verhältnis zu den unterschiedlichen Lichtverhältnissen des Tages zu einem feinen Material.